Gastronomie am Stausee soll belebt werden: Gemeinde sucht neuen Pächter für die Wallerstube

Aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern zieht es Menschen an den Obersteinebacher Stausee. Vor allen Dingen Angler schätzen das Kleinod im Lahrbachtal. Jetzt ist die Ortsgemeinde Obersteinebach auf der Suche nach einem neuen Pächter für das Anglerparadies samt Gastronomie. Der bestehende Pachtvertrag läuft Ende Februar 2019 aus, bis dahin will Gemeindechef Gisbert Groß die Zeit nutzen, um einen neuen Pächter zu finden.

Die Gemeinde sucht einen neuen Pächter für den See und das Restaurant am Ufer des beliebten Gewässers. „Wir möchten künftig noch mehr Wert auf die Gastronomie legen und diese für Gäste und Einheimische beleben“, sagt Groß. Denn die großzügigen Gasträume der „Wallerstube“ mit rund 80 Sitzplätzen (innen) und eine schöne Außenterrasse würden beste Voraussetzungen bieten, ein Ausflugslokal zu etablieren. Gerade am Wochenende sei der Lahrbach-Stausee ein beliebtes Ziel von Ausflüglern und Einheimischen. Und die würden sich bestimmt freuen, auch unter der Woche zum Feierabend zu einem Gläschen Bier zusammenkommen zu können oder einen Sommertag auf der Terrasse gemütlich ausklingen zu lassen.

„Die Lage mit der Nähe zur Autobahn ist gut, ich bin mir sicher, dass der neue Pächter hier ein gutes Auskommen haben wird“, meint Groß. Er ist zuversichtlich, dass er einen geeigneten Betreiber finden wird. Derzeit bestehe eine Fischereiverpachtung, der Obersteinebacher Ortschef kann sich aber auch gut vorstellen, Gastronomie und Fischerei separat zu vermieten. Was ihm allerdings ganz wichtig ist: „Die Anlage soll auch weiterhin offen und für Spaziergänger und Wanderer zugänglich bleiben.“ Groß stellt dabei den Naherholungswert des Areals heraus. Die Pacht wird voraussichtlich rund 1500 Euro pro Monat (Restaurant und See) betragen. Damit alles gut geplant und eingerichtet werden kann, wünscht sich Groß, dass ein neuer Vertrag schon im Sommer unterschrieben ist. Wie und in welcher Verantwortung das Gelände um die 1,8 Hektar große Wasserfläche des Stausees instand gehalten wird und in welcher Größenordnung künftig der Fischbesatz erfolgt, dies sei alles Verhandlungssache. „Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es möglich ist, weniger Fisch einzusetzen und dafür die Angelscheine günstiger anzubieten“, nennt Groß eine mögliche Variante für die Zukunft.

Ein Blick zurück: Mitte der 1970er Jahre wurde der Lahrbach erstmalig auf Initiative des damaligen Ortsbürgermeisters Johannes Gehlen am Ortsrand von Obersteinebach gestaut. Damals wurden noch Angelscheine von der Gemeinde ausgegeben, und eine Zeit lang war auch das Schwimmen oder Boot fahren erlaubt. Verpachtet wurde der Stausee samt Hütte erstmalig ab 1992.

Wir möchten mehr Wert auf die Gastronomie legen. Ortsbürgermeister Gisbert Groß zur Zukunft der „Wallerstube“

Interessenten können sich bei der Ortsgemeinde oder per Mail an gisbert.gross@gmx.de melden.